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Projekttitel:   Therapieverbund Osthessen/ Regionale Therapie „Im Schnittpunkt“
    
Träger:   Verbundsystem „Regionale Therapie im Schnittpunkt“
    
Zielgruppe:   Gemeindenahe, kontinuierlicher Rehabilitation sowie die frühzeitige Intervention bei KlientInnen, die bisher durch das Suchthilfesystem nicht erreicht wurden
    
weitere Infos:   Die Behandlungskonzeption des Therapieverbundes Osthessen ist von Einrichtungen der stationären und ambulanten Suchthilfe aus dem osthessischen Raum gemeinsam erarbeitet worden. Sie umfasst Maßnahmen der ambulanten Rehabilitation wie auch das neue Modell der stationär-ambulanten Kombibehandlung. Damit stellt sie einen sinnvollen Schritt in der regionalen Suchtbehandlung dar,
• und zwar im Hinblick auf die Verknüpfung von stationärer und ambulanter Suchtrehabilitation
• wie auch in der Hinsicht, dass kleinere Beratungsstellen über die Mitgliedschaft in einem Verbundsystem die Vorgaben der Deutschen Rentenversicherung Hessen erfüllen können.

Letzteres wird gewährleistet durch das Verbundsystem „Regionale Therapie im Schnittpunkt“, in dem einige der Beratungsstellen und Fachkliniken aus dem „Therapieverbund Osthessen“ für eine enge und verbindliche Kooperation im Bereich der ambulanten Rehabilitation zusammengeführt sind. Dieses sind:
• „Jugend- und Drogenberatung - Suchthilfe im Vogelsbergkreis“ (Alsfeld)
• „Jugend- und Drogenberatungsstelle des Schwalm-Eder-Kreises“ (Homberg/ Efze)
• Beratungszentrum Laubach und Grünberg
• Fachambulanz der Fachkliniken Mahlertshof und Mackenzell
• Fachklinik Richelsdorf
• Fachklinik Mackenzell
• Fachklinik Mahlertshof
• Fachklinik Wigbertshöhe.

Die im „Schnittpunkt“ zusammengeschlossenen Einrichtungen haben folgende Zielsetzungen vereinbart:
1. Ambulant-stationäre Vernetzung
2. Regional abgestimmte Therapie- und Versorgungskonzepte
3. Erweiterung von Therapieangeboten im Bereich ambulant-stationärer Therapie
4. Stärkung der regionalen Suchthilfesysteme
5. Synergieeffekte durch Kooperation der Vertragspartner.

Die Bildung des Verbundes verbessert die Möglichkeiten gemeindenaher, kontinuierlicher Rehabilitation sowie die einer frühzeitigen Intervention bei KlientInnen, die bisher durch das Suchthilfesystem nicht erreicht wurden.

In der Konzeption des Verbundes wird zu den Zielsetzungen ambulanter Rehabilitation ausgeführt (S. 15 f.):
„Nur ein vielfältiges Angebot, das an die Lebensbedingungen in einer Region angepasst und leicht zugänglich ist, kann eine bedarfsgerechte Versorgung ermöglichen. Wichtig ist hierbei eine regionale Kooperation der verschiedenen Einrichtungen, die flexible Übergänge zwischen den einzelnen Versorgungsformen gewährleistet.
Ambulante Rehabilitation muss orientiert sein an den konkreten Lebensbedingungen und den Alltagsproblemen des Klienten. Die Anbindung an Selbsthilfegruppen am jeweiligen Wohnort soll aufgebaut und als festes Element in den Alltag integriert werden.
Eine wesentliche Voraussetzung für das Gelingen von dauerhafter Suchtmittelabstinenz und (Wieder)-eingliederung ist eine personale und konzeptionelle Kontinuität über den gesamten Behandlungsprozess.
Ziel der ambulanten Rehabilitation ist über die psychotherapeutisch orientierte Bearbeitung seelischer Konflikte, die zur Abhängigkeitserkrankung geführt haben, hinaus die Integration bzw. Reintegration der KlientInnen im sozialen Bereich. Dazu gehören das Aufspüren und Wiederentdecken persönlicher Ressourcen, Aufbau und Entfaltung von Kompetenzen und Eigenverantwortung. Der Bearbeitung von Rückfällen auslösenden Krisen kommt dabei große Bedeutung zu.

• Erreichen und Erhalten von dauerhafter Suchtmittelabstinenz
• Dauerhafte Wiedereingliederung in das Erwerbsleben durch unterstützende Maßnahmen
• Festigung der sozialen Integration
• Besserung der körperlichen Leistungsfähigkeit
• Förderung von Nachreifeprozessen im Sinne einer Stabilisierung der Ich-Funktionen
• Erkennen der subjektiven Bedeutung des Suchtmittels in selbstreflektorischen Prozessen
• Erweiterung der Beziehungsfähigkeit
• Führung eines suchtmittelfreien Lebens mit dem Gefühl von eigener Verantwortlichkeit, Gestaltungsmöglichkeit und Kompetenz.“

Anmerkung: Das Konzept des „Therapieverbundes Osthessen“ zur Durchführung von ambulanten Leistungen zur Rehabilitation Suchtmittelabhängiger ist am 13.04.2006 durch die Deutsche Rentenversicherung Hessen akzeptiert worden; das entsprechende Konzept zur Durchführung von Kombinationstherapien ist am 12.05.2006 ebenfalls durch die Deutsche Rentenversicherung Hessen akzeptiert worden.
    
Kontakt:   Ulrich Drews, Tel. (0 66 52) 9 91-0

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