"Suchtprävention - Der Impuls": Der jährliche landesweite Wettbewerb seit 2003
In unserer
Gesellschaft beginnen junge Menschen immer früher Suchtmittel zu konsumieren.
So wird die erste Zigarette im Durchschnitt mit 13,6 Jahren geraucht, der erste
Alkoholrausch mit 15,5 Jahren erlebt und Cannabis im Mittel zum ersten Mal mit
16,4 Jahren geraucht. Zudem weisen epidemiologische Daten darauf hin, das
insbesondere legale Suchtmittel im Jugendalter weit verbreitet sind. Diese
Ergebnisse sind dramatisch und erfordern Konsequenzen im gesellschaftlichen, im
politischen und im pädagogischen Bereich.
Die
Hessische Landesstelle für Suchtfragen (HLS) möchte mit dem hessenweiten
Wettbewerb „Suchtprävention – Der Impuls“ diesen Entwicklungen entgegenwirken. Aktuelle
Forschungsergebnisse belegen, dass Suchtprävention erfolgreich ist, wenn sie
als grundlegenden Ansatz das Risiko- und Schutzfaktorenmodell berücksichtigt
sowie zielgruppenspezifisch und interaktiv ausgerichtet ist.
Durch
suchtpräventive Maßnahmen werden Kinder und Jugendliche in ihren persönlichen
Fähigkeiten gefördert und dazu befähigt, erfolgreich und kreativ mit
schwierigen Lebenssituationen umzugehen. Hinzu kommen altersadäquate
Informationsvermittlung zu Suchtmitteln und -strukturen. In Hessen gibt es
mittlerweile zahlreiche Institutionen, Vereine und Kommunen, die Angebote und
innovative Ansätze in der Suchtvorbeugung entwickelt haben.
Wir möchten
Sie dazu ermuntern, diese Angebote vorzustellen und somit Ihre Erfahrungen und
Konzepte im Rahmen des hessenweiten Wettbewerbs „Suchtprävention – Der Impuls“
bekannt zu machen.
Die Ziele
Ziel des
Wettbewerbs ist es, neue suchtpräventive Aktivitäten vorzustellen und in Hessen
bekannt zu machen. Darüber hinaus sollen Institutionen Anerkennung finden, die
suchtpräventive Maß nahmen und Projekte innovativ und wirksam umsetzen.
Die Bewertungskriterien
Von
besonderem Interesse sind Projekte, die
- das
Risiko- und Schutzfaktorenmodell berücksichtigen,
- frühzeitig
und kontinuierlich erfolgen,
- interaktiv
und zielgruppenspezifisch ausgerichtet sind,
- mit
Kooperationspartnern zusammenarbeiten,
- systematisch
und strukturiert in der Durchführung anwendbar sind.
Prämierung

Der Wettberwerb läuft seit 2003 jährlich von 1. September bis 30. November. Eine Jury,
bestehend aus VertreterInnen des Hessischen Sozialministeriums, der Hessischen Landesstelle
für Suchtfragen und der BARMER Hessen, bewertet und prämiert die
Wettbewerbsbeiträge unter Berücksichtigung der Wettbewerbskriterien. Der
Gewinner des Wettbewerbs erhält ein Preisgeld in Höhe von 2.200 Euro, das der
suchtpräventiven Arbeit vor Ort zugute kommen muss. Zudem erhalten alle
WettbewerbsteilnehmerInnen eine Urkunde, in der ihrem Engagement für die Suchtprävention
gedankt wird.
Wettbewerbsgewinner 2003 bis 2007
Projektdokumentationen
|