
Fachberatungen für Glücksspieler und Glücksspielerinnen in Hessen
Suchen Sie Informationen über die Glücksspielsucht oder möchten Sie sich beraten lassen, stehen lhnen Fachberaterinnen und Fachberater in Ihrer Region zur Verfügung. Durch das Bewegen der Maus über der Karte erscheinen schraffierte Bereiche, die lhnen anzeigen, welche Beratungsstelle für die jeweilige Region zuständig ist.
Weiter zur interaktiven Hessenkarte
LANDKREIS HERSFELD-ROTENBURG
Beratungs- und Behandlungszentrum für Abhängigkeitserkrankungen
Christina Heimeroth
Kaplangasse 1, 36251 Bad Hersfeld
Telefon: (0 66 21) 6 10 -91
E-Mail:
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www.suchtpraevention.com
HOCH-TAUNUS-KREIS, SÜDLICHER WETTERAU-KREIS UND ÖSTLICHER MAIN-TAUNUS-KREIS
Zentrum für Jugendberatung und Suchthilfe für den Hochtaunuskreis
Birgit Sauder, Uwe Heilmann-Geideck
Louisenstraße 9, 61348 Bad Homburg
Telefon: (0 61 72) 60 08-0
E-Mail:
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www.drogenberatung-jj.de
KREIS BERGSTRAßE UND ODENWALD-KREIS
AWO Jugend- und Drogenberatung PRISMA für die Kreise Bergstraße und Odenwald
Andreas Gohlke
Zeller Straße 3, 64625 Bensheim
Telefon: (0 62 51) 64 565 oder (0151) 15 69 14 89
E-Mail:
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www.drogenberatung-prisma.de
STADT UND LANDKREIS DARMSTADT-DIEBURG UND KREIS GROß-GERAU
Suchthilfezentrum Darmstadt Beratung und Behandlung
Jenni Fink, Angelina Kindinger
Platz der Deutschen Einheit 21, 64293 Darmstadt
Telefon: (0 61 51) 66 67 70
E-Mail:
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www.caritas-darmstadt.de
STADT UND LANDKREIS OFFENBACH UND WESTLICHER MAIN-KINZIG-KREIS
Suchthilfezentrum Wildhof
Psychosoziale Beratung und Behandlung
Egon Heeg-Matthaei
Offenthaler Straße 75, 63128 Dietzenbach
Telefon: (0 60 74) 69 49 616
E-Mail:
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www.shz-wildhof.de
Suchthilfezentrum Wildhof
Psychosoziale Beratung und Behandlung
Barbara Hanelt-Thomas
Löwenstraße 4 - 8, 63067 Offenbach
Telefon: (069) 98 19 53-0
E-Mail:
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www.shz-wildhof.de
WERRA-MEIßNER-KREIS
Diakonisches Werk Eschwege / Witzenhausen
Fachstelle für Suchthilfe und Prävention
Eva-Maria Bohr
Neuer Steinweg 9, 37269 Eschwege
Telefon: (0 56 51) 3 39 42 92
E-Mail:
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www.deswi.de
STADT FRANKFURT UND WESTLICHER MAIN-TAUNUS-KREIS
Evangelische Suchtberatung
Beate Fuchs, Ralf Hölzel
Wolfsgangstraße 109, 60322 Frankfurt/M.
Telefon: (0 69) 15 05 90 30
E-Mail:
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www.ev-suchtberatung.de
STADT UND KREIS FULDA, ÖSTLICHER MAIN-KINZIG-KREIS UND ÖSTLICHER VOGELSBERG-KREIS
Caritas-Zentrum für Sucht-und Drogenhilfe Fulda
Karola Günther
Wilhelmstraße 10, 36037 Fulda
Telefon: (06 61) 2 42 83 60
E-Mail:
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www.caritas-fulda.de
Fachstelle für Sucht Beratung und Behandlung
Harald Hausser
Heinrich-von-Bibra-Platz 14, 36037 Fulda
Telefon: (06 61) 83 88-200
E-Mail:
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www.diakonie-fulda.de
STADT UND LANDKREIS GIEßEN, WESTLICHER VOGELSBERG-KREIS UND NÖRDLICHER WETTERAU-KREIS
Suchthilfezentrum Gießen
Wolfgang Engelking
Schanzenstraße 16, 35390 Gießen
Telefon: (06 41) 7 80 27 oder -28
E-Mail:
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www.shz-giessen.de
STADT/LANDKREIS KASSEL, WALDECK-FRANKENBERG NORD U. SCHWALM-EDER-KREIS NORD
Zentrum für Sucht- und Sozialtherapie
Kerstin Dahlke, Andreas Fux
Frankfurter Straße 78 A, 34121 Kassel
Telefon: (05 61) 93 89 50
E-Mail:
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www.dw-kassel.de
MARBURG-BIEDENKOPF, KREIS WALDECK-FRANKENBERG SÜD, SCHWALM-EDER-KREIS SÜD
Sucht- und Drogenberatung Diakonisches Werk Oberhessen
Dieter Schmitz
Frankfurter Straße 35, 35037 Marburg
Telefon: (0 64 21) 2 60 33
E-Mail:
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www.suchtmr.de
LAHN-DILL-KREIS UND KREIS LIMBURG-WEILBURG
Diakonisches Werk Limburg-Weilburg
Kristina Zirnsak
Konrad-Adenauer-Straße 5, 35781 Weilburg
Telefon: (0 64 71) 3 75 48
E-Mail:
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www.dw-limburg-weilburg.de
Suchtberatungsstelle Diakonisches Werk Limburg Weilburg
Uwe Schaar
Parkstraße 17, 65549 Limburg/Lahn
Telefon: (0 64 31) 2174-150
E-Mail:
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STADT WIESBADEN UND RHEINGAU-TAUNUS-KREIS
Fachambulanz für Suchtkranke
Ulrike Kesternich
Rheinstraße 17, 65185 Wiesbaden
Telefon: (06 11) 34 11 76-0
E-Mail:
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www.caritas-wiesbaden-rheingau-taunus.de
Suchthilfezentrum Wiesbaden
Thomas Abel
Schiersteiner Straße 4, 65187 Wiesbaden
Telefon: (06 11) 9 00 48-70
E-Mail:
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www.drogenberatung-jj.de

5. Hessenweiter Aktionstag zum Thema Glücksspielsucht
Ein wesentlicher und umfangreicher Baustein der Öffentlichkeitsarbeit ist der jährliche Hessenweite Aktionstag, der von der HLS zentral koordiniert und gemeinsam mit den Fachberatungen für Glücksspielsucht durchgeführt wird. Dieses Jahr fand er zum zweiten Mal im Rahmen eines Bundesweiten Aktionstages statt.
Die Fachberater/-innen für Glücksspielsucht waren in 15 hessischen Innenstädten präsent. Große Plakatplanen, auf denen die Fragen »Glücksspielsucht: Freizeitvergnügen oder Sucht? Was denken Sie?« zu lesen waren, zogen die Aufmerksamkeit der Passanten und Passantinnen auf sich und ermöglichten so die Gelegenheit zum Gespräch mit den Fachberatern und -beraterinnen.

Aktionstag ...in Bad Hersfeld

...im Frankfurter Regen
Download Pressemitteilung (PDF)
4. Hessenweiter Aktionstag zum Thema Glücksspielsucht
„Schieß Dein Geld nicht in den Wind“
Frankfurt/Main, 29. September 2011. Über 220 Millionen Euro im Jahr werden in hessischen Spielhallen und gastronomischen Betrieben verspielt.
Fast 50.000 Menschen in Hessen haben Probleme mit Glücksspielen.
Die Hessische Landesstelle für Suchtfragen (HLS) veranstaltet deshalb einen landesweiten Aktionstag zum Thema Glücksspielsucht in Kooperation mit den regionalen Fachberatungen am 29. September. Um „5 vor 12“ (11:55 Uhr) werden an diesem Tag gleichzeitig in mehreren hessischen Innenstädten Luftballons mit dem Aufdruck „Schieß Dein Geld nicht in den Wind!“ aufsteigen.

Hessen ist ein Bundesland mit einem sehr umfangreichen Glücksspielangebot. Zu den über 2.000 staatlichen Lotterieannahmestellen und 5 Spielbanken kommen aus dem gewerblichen Bereich ca. 14.000 Geldspielgeräte in Spielhallen und Gaststätten aus Kommunen ab 10.000 Einwohner hinzu. Lotto Hessen hatte im Jahr 2009 Einnahmen von über 500 Mio. € zu verzeichnen, die hessischen Spielbanken ca. 65 Mio. €. An den Geldspielgeräten in Spielhallen und gastronomischen Betrieben haben Glücksspielende im selben Jahr über 220 Mio. € verloren. Aus bundesweiten Zahlen abgeleitet, lassen sich für Hessen bis zu 22.000 Glücksspielabhängige errechnen. Hinzu addieren sich etwa 25.000 Menschen mit problematischem Spielverhalten.
„Menschen, die sich dem umfangreichen und stets zur Verfügung stehenden Glücksspielangebot nicht entziehen können und ein pathologisches Glücksspielverhalten entwickeln, benötigen fachliche Hilfe und Unterstützung“, sagt Wolfgang Schmidt-Rosengarten, Geschäftsführer der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen. Diese Menschen sowie ihre Angehörigen wollen die HLS und die 15 – mit Landesmitteln finanzierten - regionalen Fachberatungen für Glücksspielsucht erreichen. Der hessenweite Aktionstag, der im Rahmen einer bundesweiten Kampagne stattfindet, soll dazu beitragen, die Bevölkerung für das Thema Glücksspielsucht zu sensibilisieren sowie auf die regionalen Beratungsangebote aufmerksam zu machen.

„Wenn der Nervenkitzel und die Sehnsucht nach dem großen Gewinn zum alles beherrschenden Motiv des Spielens wird, geht es um Glücksspielsucht. Die Folgen dieser Sucht – wie etwa Verschuldung, zerstörte Familien und Beschaffungskriminalität – sind für die Betroffenen wie für deren Angehörige verheerend“, berichtet Daniela Senger-Hoffmann, Projektleiterin für Glücksspielsucht in der HLS. Angesichts der derzeitigen Überarbeitung des geltenden Glücksspielstaatsvertrages mit dem Ziel, den Glücksspielmarkt auszuweiten, nimmt die Besorgnis der Suchthilfe zu, da eine große Gefahr besteht, dass mit einem erweiterten Glücksspielangebot auch die Zahl der süchtig Spielenden ansteigen wird.
Deshalb fordert die HLS - mit Blick auf die bevorstehenden Änderungen des Glücksspielstaatsvertrages - die gesetzliche Verankerung der Glücksspielsuchtprävention als oberste Priorität und den Erhalt der spezialisierten Glücksspielsuchtpräventions- und Hilfemaßnahmen weiterhin in dem vorhandenen Umfang zu sichern.
Übersicht der Aktionsorte am 29. September 2011
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Bad Hersfeld, Weinstraße 16
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Bad Homburg, Louisenstraße 9
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Bensheim, Fußgängerzone
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Darmstadt, Ernst-Ludwig-Straße / Am Weißen Turm
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Frankfurt, Konstablerwache
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Fulda, Universitätsplatz
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Gießen, Seltersweg / Ecke Löwengasse
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Hanau, Marktplatz
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Kassel, Friedrichsplatz / Innenstadt
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Limburg, Europaplatz
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Marburg, Marktplatz in der Oberstadt
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Sontra, Hinter der Mauer
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Wiesbaden, Kirchgasse / Nähe Kranzplatz
Download Pressemitteilung (PDF)
3. Hessenweiter Aktionstag zum Thema Glücksspielsucht
18.489.491,72 € werden pro Monat in hessischen Spielhallen verspielt!
Frankfurt/Main, 05. Oktober 2010. Das Geschäft mit den Geldspielautomaten floriert. Blühende Spielhallen-Landschaften entstehen allerorts und bescheren den Spielhallenbetreibern hohe Umsätze. Allein in Hessen wurden im vergangenen Jahr 221.873.900,64 Euro an Geldspielautomaten verspielt, das bedeutet einen monatlichen Spielverlust von 18.489.491,72 €!
Auf diese hohen Summen machen heute die Hessische Landesstelle für Suchtfragen (HLS) und die örtlichen Fachberatungen für Glücksspielsucht in 15 hessischen Städten aufmerksam. Große Planen und große Bündel aus einzelnen Papierscheinen - 36.000 Stück = 18.489.491,72 € - auf deren Vorderseiten das Abbild eines 500,- Euroscheines zu sehen ist, sollen die Bürgerinnen und Bürger zur Diskussion über Glücksspielsucht anregen. Auf der Rückseite der „500,- Euro-Banknoten“ steht die jeweilige Adresse der regionalen Fachberatung für Glücksspielsucht.
Mit diesem Aktionstag will die HLS gemeinsam mit den hessischen Fachberatungen für Glücksspielsucht verstärkt auf den Teil der Glücksspielangebote aufmerksam machen, der aus der Beratungspraxis wie aus der Wissenschaft als der risikoreichste gilt, jedoch nach aktueller Gesetzeslage gar nicht zu den Glücksspielen gezählt wird.
Über 80% der Personen, die in die hessischen Fachberatungen für Glücksspielsucht kommen, sind von Geldspielautomaten abhängig und haben dabei nicht nur die Kontrolle über das Glücksspiel verloren. Das verspielte Geld und die Konsequenzen daraus haben bereits viele Familien ruiniert. Das erleben auch tagtäglich die Fachberatungen, die im vergangenen Jahr über 1.300 Glücksspielsüchtige und deren Angehörige beraten haben.
„Trotz gegenteiliger Behauptungen der Automatenindustrie können an den Geldspielgeräten Vermögen verloren werden“ berichtet Daniela Senger-Hoffmann, Projektleiterin für Glücksspielsucht in der HLS.
So hat im Auftrag der Universität Bremen ein Testspieler in nur 5,5 Stunden das durchschnittliche Nettomonatsgehalt eines deutschen Arbeitnehmers in Höhe von 1.450,- € verspielt, obwohl die Spielverordnung für Geldspielgeräte die maximale Verlustmöglichkeit pro Stunde auf 80,- € beziffert.
Vor dem Hintergrund des Spielerschutzes fordert die HLS ein einheitliches Glücksspielrecht mit einheitlichen Vorgaben an alle Anbieter von Glücksspielen und Geldspielgeräten!
Eine Alternative dazu könnte auch die Herabstufung der Geldspielgeräte auf den vom Gesetzgeber ursprünglich beabsichtigten Charakter eines Unterhaltungsgerätes sein. Damit würde eine deutliche Absenkung der Gewinnpläne und der Einsatz- sowie Verlustmöglichkeiten an Geldspielgeräten einhergehen und nach sich ziehend ein Attraktivitätsverlust dieser Spielart.
„Am wirksamsten kann ein kleiner, effektiv regulierter Glücksspielmarkt, der alle Glücksspielarten umfasst, die Bevölkerung vor den Gefahren der Glücksspielsucht schützen“ äußert Wolfgang Schmidt, Geschäftsführer der HLS. „Sollte der Glücksspielmarkt aber liberalisiert werden, bedeutet dies zwangsläufig eine Steigerung des Angebotes sowie eine Steigerung der Zahl der Menschen, die problematisch oder gar süchtig spielen“ mahnt Schmidt.
Die Zahl der Glücksspielabhängigen kann laut Angaben der HLS nur geschätzt werden: In Deutschland liegt sie zwischen 100.000 und 290.000 Menschen . In Hessen können dementsprechend zwischen 8.000 und 22.000 Menschen als glücksspielsüchtig definiert werden.
Um den Weg in die Glücksspielsucht zu vermeiden sowie den bereits Betroffenen wie auch Angehörigen Hilfen anbieten zu können, hat das Land Hessen 2008 an 15 Standorten Fachberatungen für Glücksspielsucht in das bestehende hessische Suchthilfesystem integriert sowie bei der HLS eine landesweite Koordinierungsstelle eingerichtet. Diese zusätzlichen Personalstellen werden von dem Hessischen Sozialministerium und vom Hessischen Ministerium des Innern und für Sport im Rahmen des Glücksspielstaatsvertrages finanziert.
2. Hessenweiter Aktionstag zum Thema Glücksspielsucht
»Was sagen Hessens Bürgerinnen und Bürger zur Glücksspielsucht?«
Frankfurt/Main, 27. Oktober 2009. Es hat so seinen Reiz, die Millionen zu gewinnen, den Pott zu knacken, seine Chance 1 zu 1 Mio. zu nutzen!? Manche und mancher gibt dafür monatlich beachtliche Summen aus. Wie sehen das Hessens Bürgerinnen und Bürger?
Mit riesigen Fragerastern (Bodenzeitung), die in Fußgängerzonen ausgelegt werden, werden die Hessische Landesstelle für Suchtfragen und die örtlichen Fachberatungen für Glücksspielsucht heute in 15 hessischen Städten Passanten befragen: Heute schon gewonnen? Was denken Sie über die Risiken einer Glückspielsucht? Ziel dieser Bodenzeitungen soll sein, dass sich möglichst viele Menschen über Glücksspielsucht unterhalten und sich informieren, wo man sich in der Region zu dem Thema beraten lassen kann. Als symbolischen Hinweis auf die örtliche Beratungsstelle wird ein Papphaus mit aufgestellt, das Kinder bemalen können. Mit diesem Aktionstag will die Hessische Landesstelle für Suchtfragen (HLS) gemeinsam mit den hessischen Fachberatungen für Glücksspielsucht auf ein Thema aufmerksam machen, das mit seinen Risiken immer noch verkannt wird: Das Spielen um Geld ist für eine große Zahl der Menschen eine Form der Unterhaltung und Freizeitgestaltung. Ein Teil der Spieler aber entwickelt ein riskantes Spielverhalten und verliert dabei die Kontrolle über das Glücksspiel. „Die bundesweiten Zahlen der Glücksspielabhängigen sind besorgniserregend und erfordern ein breites Beratungs- und Behandlungsangebot für Betroffene und deren Angehörige“ berichtet Daniela Senger-Hoffmann von der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen in Frankfurt/Main. Die Zahl der Glücksspielabhängigen kann laut Angaben der HLS nur geschätzt werden: In Deutschland liegt sie zwischen 100.000 und 290.000 Menschen. In Hessen können dementsprechend zwischen 8.000 und 22.000 Menschen als glücksspielsüchtig definiert werden. Vom krankhaften Glücksspielen sind vorwiegend Männer (90%) betroffen, meist im Alter zwischen 20 und 45 Jahren. Besonders anfällig sind diejenigen, die bereits im Jugendalter mit dem Glücksspielen angefangen haben. Die Wissenschaft weist den verschiedenen Glücksspielformen unterschiedliche Suchtpotentiale zu.
So sind beispielsweise Geldspielgeräte in Spielhallen und gastronomischen Betrieben besonders risikoreich. Dies bildet sich auch in der Beratungspraxis ab: Die größte Gruppe der Glücksspielsüchtigen stellen die Menschen dar, die von Geldspielautomaten abhängig sind. Da die Geldspielgeräte in Spielhallen und gastronomischen Betrieben nach geltendem Recht nicht den Glücksspielen zugerechnet werden, sondern als Unterhaltungsautomaten mit Geldgewinnmöglichkeit definiert werden, fordert die HLS ein einheitliches Glücksspielrecht mit einheitlichen Vorgaben an alle Anbieter von Glücksspielen und Geldspielgeräten! Um den Weg in die Glücksspielsucht zu vermeiden sowie den bereits Betroffenen wie auch Angehörigen Hilfen anbieten zu können, hat das Land Hessen an 15 Standorten Fachberatungen für Glücksspielsucht in das bestehende hessische Suchthilfesystem integriert sowie bei der HLS eine landesweite Koordinierungsstelle eingerichtet. Diese zusätzlichen Personalstellen werden von dem Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit und vom Hessischen Ministerium des Innern und für Sport im Rahmen des Glücksspielstaatsvertrages finanziert.
Hinweis: Die HLS bezieht sich auf Daten der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS).
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VIDEO: RHEIN-MAIN-TV VOM 27.10.2009 ZUM THEMA GLÜCKSSPIEL-SUCHT |
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1. Hessenweiter Aktionstag zum Thema Glücksspielsucht
»Hessenweiter Aktionstag zur Glücksspielsucht wird vom Weihnachtsmann unterstützt.«
Frankfurt/Main, 20. März 2009. Weihnachtsmänner im März? Da hat der Weihnachtsmann wohl den richtigen Zeitpunkt verpasst! „Macht nichts“, sagen der Weihnachtsmann und die Hessische Landesstelle für Suchtfragen (HLS), „denn es ist besser Probleme spät als nie anzugehen“.
„Besser Probleme spät als nie angehen“ ist auch das Motto der heutigen hessenweiten Aktion zum Beratungsangebot für Glücksspielsucht, die von der Hessischen Landesstelle und den 15 Fachstellen für Glücksspielsucht in Hessen gemeinschaftlich initiiert wurde. „Wir möchten Bürgerinnen und Bürger auf das Thema Glücksspielsucht und das neu bestehende Beratungsangebot in Hessen aufmerksam machen. Der Anstieg von Glücksspielabhängigen ist besorgniserregend und erfordert ein breites Beratungs- und Behandlungsangebot für die Betroffenen wie auch für die Angehörigen“, berichtet Beate Fuchs von der Fachberatung für Glücksspielsucht in Frankfurt. Im Rahmen der Aktion werden heute an 13 Standorten in Hessen* Schokoladen-Weihnachtsmänner an stark frequentierten Plätzen ausgesetzt. Die Weihnachtsmänner haben eine Textkarte umgehängt mit einem Hinweis zur Glücksspielsucht und der Adresse der örtlichen Beratungsstelle.
Die Zahl der Glücksspielabhängigen kann laut Angaben der HLS nur geschätzt werden: in Deutschland liegt sie zwischen 100.000 und 290.000 Menschen**. 90 Prozent davon sind Männer. Auf die Situation in Hessen übertragen sind es bis zu 22.000 Menschen, die als Glücksspielabhängige einzustufen sind. Um dieser Situation adäquat zu begegnen, finanzieren das Hessische Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit sowie das Hessische Ministerium des Innern und für Sport im Rahmen des Glücksspielstaatsvertrages in Hessen die 15 Fachstellen für Glücksspielsucht. Glücksspielsüchtige leiden an einer Abhängigkeitserkrankung, die mit weitreichenden negativen psychosozialen und materiellen Folgen wie hohen Spielschulden, wirtschaftlicher und sozialer Notlage bis hin zum Verlust des Arbeitsplatzes einhergeht. Unter diesen Folgen haben ebenfalls die Familie, die Angehörigen und die Freunde der Glücksspielsüchtigen zu leiden. Um aus dem Verelendungskreislauf aussteigen zu können, bieten die hessischen Fachberaterinnen und Fachberater für Glücksspielsucht ihre Hilfe und Unterstützung an. Das Beratungs- und Behandlungsangebot erstreckt sich von Einzelgesprächen über Gruppensitzungen bis hin zur Vermittlung in ambulante oder stationäre Therapiemaßnahmen. Glücksspielsucht wird heute als eigenständiges Krankheitsbild gesehen und seit 2001 durch die Krankenkassen und Rentenversicherungsträger als behandlungsbedürftige Krankheit anerkannt.
Hinweis: Die HLS bezieht sich auf Daten der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS).
* Kassel, Eschwege, Bad Hersfeld, Wiesbaden, Frankfurt, Offenbach, Marburg, Gießen, Fulda, Darmstadt, Bensheim, Bad Homburg, Weilburg
** Jahrbuch Sucht 09, Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen