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Große Resonanz fand der an zwei hessischen Stationen durchgeführte Mitmach-Parcours der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). In Reinheim und in Bad Sooden Allendorf präsentierte die Hessische Landesstelle für Suchtfragen (HLS) mit dem Mitmach-Parcours zu Tabak und Alkohol, gemeinsam mit verschiedenen Kooperationspartnern ( (BZgA, den regionalen Fachstellen für Suchtprävention, der Rhenanus-Schule und der Dr. Kurt-Schuhmacher-Schule, der Kommunalen Jugendpflege und der regionalen Polizei) für Schüler der 8. und 9. Klassen ein interaktives Angebot. Ca. 600 Schülerinnen und Schüler waren aktiv dabei.

Erfolgreiche Präventionsnetzwerke
Gerade in Zeiten knapper Ressourcen  spielt die Notwendigkeit der Zusammenarbeit und Vernetzung unterschiedlicher Institutionen eine immer größere Rolle um suchtpräventive  Maßnahmen effektiv umzusetzen. Diese Vernetzungsaufgabe im Bereich der Suchtprävention ist der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen von der Hessischen Landesregierung zugewiesen worden.

Das „Klarsicht“- Projekt zeigt deutlich, wie Präventionsnetzwerke wirksam und effizient gestaltet werden können. So hat die gute Zusammenarbeit der HLS mit der BZgA dazu beigetragen, dass der Mitmach-Parcours nach Hessen transportiert wurde. Die Koordinationsstelle Suchtprävention der HLS kannte die lokalen Ansprechpartner in der Suchtprävention und hatte die entsprechenden Regionen vorgeschlagen in denen das „Klarsicht“- Projekt umgesetzt werden sollte. Und schließlich waren die kompetenten lokalen Institutionen und deren Fachkräfte, wie Lehrer, Fachkräfte der Fachstellen für Suchtprävention, Mitarbeiter der kommunalen Jugendpflege und der Polizei für die erfolgreiche Umsetzung des Projekts verantwortlich. Darüber hinaus wurden die regionalen Kooperationspartner im Vorfeld der Veranstaltung speziell für ihre Aufgabe als „Klarsicht“-Moderatoren/innen geschult.

Der „Klarsicht“ Mitmach-Parcours
KlarSicht - der BZgA-Mitmach-Parcours zu Tabak und Alkohol wurde primär für Jugendliche ab der achten Schulklasse konzipiert und setzt spielerische Aktionen ein. Der Parcours ist ein Spiel, bei dem fünf Gruppen gleichzeitig agieren. Geschulte Moderator/innen sorgen dafür, dass der Mitmach-Parcours unterschiedlichem Wissens- oder Entwicklungsstand angepasst werden kann.

Bei der interaktiven Auseinandersetzung mit den Themen Tabak- und Alkoholkonsum kom-men unterschiedliche Fähigkeiten zum Einsatz. Bei Quiz- und Wissensfragen aller Art ist ne-ben Wissen auch Teamarbeit gefragt. Es kommt nicht nur darauf an, wie viel Kenntnisse schon vorhanden sind, sondern wie schnell das Team praxistaugliche Lösungen entwickeln kann.

Wichtigster Aspekt des Parcours ist das Lernen durch Interaktion. Zum Beispiel bei der Stati-on „Drunk-Buster": Die Teilnehmer/innen setzen eine Brille auf, mit der die Wahrnehmung und Koordinationsfähigkeit eingeschränkt wird. Ähnlich wie bei einem Alkoholrausch. Die Mitspieler/innen erfahren, wie leicht man sich in diesem Zustand überschätzt und können sich kritisch über mögliche Effekte dieses Zustandes austauschen. Eine Erfahrung, die nachhalti-ger ist, als jeder eindringliche Vortrag.

An jeder KlarSicht-Station wird die Gruppe von ausgebildeten Moderator/innen unterstützt. Bei der Station „Talkshow" zum Beispiel: Die Gruppe entwickelt einen fiktiven „Problemfall" zum Thema Rauchen oder Alkohol trinken, wobei meist auf eigene Erfahrungen zurückge-griffen wird. Ohne sich selbst „outen" zu müssen, können hier Problemlagen analysiert, Handlungsmuster problematisiert und Lösungen diskutiert werden.

Der Mitmach-Parcours zu Tabak und Alkohol will

  • Genuss- und Konsumverhalten bewusst machen
  • mit Jugendlichen soziale Folgen des Tabak- und  Alkoholkonsums reflektieren
  • Entscheidungshilfen für gesundheitsförderliches Verhalten anbieten
  • über Wirkungen und Suchtpotenziale aufklären
  • Schutzmechanismen zur Förderung des Nichtrauchens und zu einem kritischen Umgang mit Alkohol aufbauen.
Der Mitmach-Parcours wurde in Testeinsätzen erprobt und wissenschaftlich begleitet. In der Evaluation der Testphase beurteilen die Teilnehmenden die Parcour-Elemente als ansprechend, interessant und/ oder witzig. Über 80% der Schüler/innen geben an, nach dem Parcours die Folgen von Tabak- und Alkoholkonsum besser einschätzen zu können.

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