Hessische Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS)

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Hessische Landesstelle
für Suchtfragen e.V. (HLS)

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Digitale Lotsen

Entwicklung eines Curriculums, das die Grundlage für ein Qualifizierungsprogramm für die Suchthilfe/ Suchtprävention auf dem Gebiet der Digitalisierung bildet. Das Modellvorhaben wird durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert.

Digitale Lotsen

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VORAB EIN WICHTIGER HINWEIS

Während der andauernden Corona-Krise möchten wir Suchthilfeeinrichtungen in der digitalen Transformation Unterstützung anbieten.

Unter www.digitale-lotsen.org bieten wir ab sofort wöchentlich immer mittwochs von 14-15 Uhr eine digitale Sprechstunde an. Ihre Fragen zu digitalen Themen aus der Praxis der Suchthilfe während der Corona Krise können Sie entweder vorab an Sophie.Mundo[at]hls-online.org oder während der Sprechstunde in der Chatfunktion stellen. Wir arbeiten mit der Software bluejeans.

Zusätzlich werden wir eine Übersicht über verschiedene Möglichkeiten von digitalen Anwendungen erstellen (im Aufbau).

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Die Hessische Landesstelle für Suchtfragen entwickelt mithilfe externer Expert*innen auf dem Gebiet der Digitalisierung (und Suchthilfe/ Suchtprävention) ein Curriculum, das die Grundlage für ein Qualifizierungsprogramm bildet.

Im Rahmen von bundesweit stattfindenden Fortbildungen sollen die Teilnehmenden befähigt werden, eine auf wissenschaftlichen Grundlagen begründete Haltung zu dem Thema Digitalisierung im Arbeitsfeld der Suchthilfe zu entwickeln und als „Digitale Lotsen“ daraus Handlungsansätze für die Praxis abzuleiten. Als Multiplikatoren sollen sie in ihren Einrichtungen für die Thematik sensibilisieren. Dadurch wird das System der Suchthilfe unterstützt, die durch den digitalen Wandel erforderlichen Erneuerungsprozesse von Strukturen und Angeboten aktiv mitzugestalten.

Das Modellvorhaben ist seit April 2019 am Start, auf die Dauer von 24 Monate angelegt und wird durch das Bundesministerium für Gesundheit gefördert. Nach Ende einer Pilotphase wird angestrebt, das Qualifizierungsprogramm in den Bundesländern zu verbreiten.

Inhaltliche Schwerpunkte des Curriculums bilden vier Dimensionen der digitalen Transformation, mit denen sich Einrichtungsleitungen der Suchthilfe auseinandersetzen müssen:

  • Die Angebote der Suchthilfe
  • Die Suchthilfe als Organisation
  • Rechtliche Folgen
  • Ethische Aspekte

Der Aufbau des Curriculums erfolgte modulhaft.

Entsprechend dieser Themenschwerpunkte konnten die nachstehenden externen Experten gewonnen werden, die die fachliche Ausarbeitung des Curriculums übernehmen:

  • Christian Müller, Berater für Digitale Kommunikation, Digitalisierung und New Work in der Sozialen Arbeit und im B2B-Bereich,
  • Hendrik Epe, Berater sozialer Organisationen bei Veränderungsprozessen,
  • Dr. Dominic Broy berät als Jurist der Rechtsinformatik Unternehmen bei der Digitalen Transformation hinsichtlich Datenschutz,
  • Dr. Dr. Andreas Bell hält Vorträge und Schulungen im interdisziplinären Feld Philosophie-Theologie-Medizin-Naturwissenschaften, Medizinethik und Ethik in der Suchtmedizin und
  • Ömer Atiker, Redner, Autor und Berater für Unternehmen auf dem Weg zur digitalen Transformation.

In der Praxis erfolgt die Vermittlung dieser Module mittels eines blended learning Qualifizierungsprogramms, welches sich aus fünf Elementen zusammensetzt: einer dreitägigen Präsenzschulung, einem Videokurs sowie drei begleitenden E-Learning Elementen. Die Inhalte des Programmes sind in einem Manual nachlesbar, das den Teilnehmenden in der Schulung ausgehändigt wird (print und digital).

Auf der Grundlage des Curriculums wurden bereits eine von insgesamt drei Pilotveranstaltungen ab Februar bis Juli 2020 in Neu-Ulm durchgeführt.

Coronabedingt mussten die zwei weiteren verschoben werden. Die Präsenzschulungen dieser Pilotveranstaltungen werden im Dezember 2020 in Hannover und Frankfurt, die anschließenden Webinare voraussichtlich Anfang 2021 durchgeführt.

Das blended Qualifizierungsprogramm umfasst 16 Zeitstunden plus Manual zum Curriculum. Der Ablauf gestaltet sich wie folgt:

1.            E-Learning-Element ca. 2 Wochen vor der dreitägigen Präsenzschulung (1 Stunde)

2.            Dreitägige Präsenzschulung (13 Stunden)

3.            Videokurs (12 x ca. 3 Min) Diesen finden Sie im nebenstehenden Kasten

4.            E-Learning- Element ca. 4 Wochen nach der dreitägigen Präsenzschulung (1 Stunde)

5.            E-Learning- Element ca. 12 Wochen nach der dreitägigen Präsenzschulung (1 Stunde)

Das gesamte blended Qualifizierungsprogramm erstreckt sich über einen Zeitraum von ca. fünf Monaten.

Da das Qualifizierungsprogramm zum Ziel hat, dass die Teilnehmenden als „Digitale Lotsen“ in ihren Einrichtungen fungieren sollen, werden die Teilnehmenden über einen längeren Zeitraum beraten und begleitet.

Die Veranstaltungen werden begleitend evaluiert. Im Anschluss an die Pilot-Phase ist die Skalierung in die Bundesländer geplant.

Wenn Sie mehr zum Modellprojekt wissen möchten, rufen Sie uns gerne an.

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