Hessische Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS)

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Hessische Landesstelle
für Suchtfragen e.V. (HLS)

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MOVE

MOVE-Schulung: MOtivierende KurzinterVEntion bei konsumierenden Jugendlichen

MOVE-Schulung: MOtivierende KurzinterVEntion bei konsumierenden Jugendlichen

MOVE-Schulung: MOtivierende KurzinterVEntion bei konsumierenden Jugendlichen

MOVE ist ein evaluiertes Frühinterventionskonzept, das die Veränderungsbereitschaft von jungen Menschen in Bezug auf (riskanten) Suchtmittelkonsum fördert und unterstützt.

Das vermittelte Beratungskonzept orientiert sich an den Prinzipien des Motivational Interviewing (MI) und des Transtheoretischen Modells der Verhaltensänderung (TTM). Anhand konkreter Gesprächssituationen werden die Interventionen und Strategien vorgestellt und praxisnah trainiert. MOVE wird für verschiedene Settings und mit verschiedenen Themenschwerpunkten von ausgebildeten hessischen Fachkräften der Fachstellen für Suchtprävention in Tandems angeboten, hat aber immer die gleiche Grundstruktur.

Umfang und Inhalt
Die Fortbildung umfasst drei Tage. In der MOVE-Anwender*innenschulung werden Inhalte, Methodik und Didaktik anhand der Basis-MOVE-Fortbildung (Ansprache von konsumierenden Jugendlichen) vermittelt. Im Einzelnen sind das:

Hintergrundwissen zur Sucht und eigene Haltung der/des Beratenden

  • Rechtliche Grundlagen
  • Einführung in das „Transtheoretische Modell“ nach Prochaska & DiClemente
  • Einführung in das „Motivational Interviewing“ nach Miller & Rollnick
  • Motivierende Kurzintervention:
    - Umgang mit Ambivalenzen
    - Empathie
    - Diskrepanzen entdecken und integrieren
    - Einstieg ins Gespräch
    - Umgang mit Widerstand
    - Ziele setzen – Vereinbarungen treffen
  • Weiterführende Hilfen und Kooperation.

Zielgruppen
Die fortgebildeten MOVE-Trainer*innen der Fachstellen für Suchtprävention in den hessischen  Landkreisen und kreisfreien Städten geben landesweit MOVE an Anwender*innen, d.h. Multiplikator*innen und Kontaktpersonen von Jugendlichen (Mitarbeitende aus Jugendschutz, Jugendhilfe, Schule etc.), weiter. Gearbeitet wird am Beispiel der offenen Jugendarbeit. Eine Übertragbarkeit auf den schulischen Bereich ist möglich und gewünscht.

Anmeldung
Anmeldungen zu den Anwenderschulungen können über die jeweiligen Fachkräfte der Fachstellen für Suchtprävention in Hessen erfolgen, siehe MOVE-Trainer*innen-Liste (erscheint in Kürze).

Handlungsbedarfe und Hintergrund
Die MOVE-Anwender*innen-Schulung passt sehr gut in das Portfolio der hessischen Fachstellen für Suchtprävention. Aktuelle Zahlen belegen, dass Erfahrungen mit Alkohol und illegalen Drogen wie Cannabis bei einem großen Teil der Jugendlichen zum Alltag gehören. Gerade für die Gruppe der riskant konsumierenden Jugendlichen sind Maßnahmen notwendig, die ihnen angemessene Unterstützung bieten, um eine Entwicklung in Richtung Abhängigkeit zu verhindern. Auch definieren jugendliche Konsument*innen sich in der Regel nicht als suchtgefährdet, solange keine schwerwiegenden Probleme aufgetreten sind. Sie nutzen freiwillig kaum die bestehenden institutionellen Beratungsangebote.

Das Konzept der „Motivierenden Kurzintervention“ (MOVE) bietet ein adäquates Instrumentarium für Jugendliche und eine, an deren Erwartungen, angemessene Beratung und zwar in den Lebenswelten, in denen sich Jugendliche aufhalten, wie beispielweise Schule, Verein oder Jugendarbeit. So bildet MOVE ein ergänzendes Angebot zu den bestehenden suchtpräventiven Angeboten der Fachstellen für Suchtprävention in Hessen.

In einer MOVE-Fortbildung wurden die Fachkräfte der hessischen Fachstellen für Suchtprävention zu sogenannten MOVE-Trainer*innen ausgebildet, um dann ebenfalls Multiplikator*innen und Schlüsselpersonen von Jugendlichen zu schulen. So können – mit dem Schneeballeffekt ­– viele Multiplikator*innen und Kontaktpersonen von Jugendlichen in Hessen dazu befähigt werden, mit Jugendlichen über ihren Konsum zu sprechen und mit ihnen in Kontakt zu treten. Durch diesen spezifischen Ansatz, diesen Dialog soll der*die Jugendliche dabei begleitet und darin bestärkt werden, den eigenen Suchtmittelkonsum weniger schädlich sowie verantwortungsvoll zu gestalten bzw. ganz einzustellen.

MOVE wurde von der g!nko Stiftung für Prävention entwickelt und bereits über viele Jahre sehr erfolgreich eingesetzt. Zudem ist Move ein Konzept mit internationaler Verbreitung.

Die Koordinationsstelle Suchtprävention der Hessischen Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS) bedankt sich ganz herzlich bei der g!nko Stiftung für Prävention für die Unterstützung bei der Organisation und Umsetzung der Move-Trainer*innen Schulung im August 2021 in Hessen.

Aktuelle Termine der MOVE-Anwender*innen-Schulungen in Hessen. (erscheinen in Kürze)

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