Hessische Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS)

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SAG NEIN

Suchtpräventionsprogramm für Förderschulen mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung

Suchtpräventionsprogramm für Förderschulen mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung

Die Gruppe der Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren mit einer geistigen Behinderung gehört unabhängig von der Wohnsituation zu einer besonders gefährdeten Gruppe für problematischen Substanzkonsum. Junge Menschen mit geistiger Behinderung wehren sich im sozialen Miteinander weniger gegen Angebote Rauschmittel zu konsumieren. Sie trinken Alkohol häufiger aus dem Grund, weil es die anderen auch tun. Die Motivation des „dazu-gehören-wollens“, fehlende Handlungsalternativen und die fehlende Fähigkeit, Entspannung und Wohlbefinden herzustellen, spielen eine große Rolle bei ihrem Substanzkonsum. Deshalb reicht es für die Zielgruppe nicht aus, etablierte Suchtpräventionsmethoden 1:1 zu übernehmen. Genau hier setzt „Sag Nein!“ an. Neben Informationen zu Alkohol, Nikotin und Cannabis, den hauptsächlich konsumierten Substanzen, werden die o.g. Motive im Suchtpräventionsprogramm „Sag Nein!“ fokussiert. Die besondere Situation junger Menschen mit einer geistigen Behinderung wird proaktiv berücksichtigt. Das pilothaft an zwei Förderschulen mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung erprobte Programm „Sag Nein!“ wendet leichte Sprache an, bietet wiederkehrende Rituale um Sicherheit zu vermitteln, und setzt verstärkt Wiederholungen und vielfältige Visualisierungen ein. Leicht verständliche und alltagsnahe Rollenspiele und Übungen zum „Nein sagen!“ runden das Programm ab.

Fortbildungsziele

Die Teilnehmenden erwerben umfassende Kenntnisse zur Durchführung des Suchtpräventionsprogramms und seiner theoretischen Grundlagen und sind zu den einzelnen Programmbausteinen geschult.

Fortbildungsinhalte

Der Zertifikatskurs führt in das Programm und seine theoretischen Grundlagen ein und erprobt mit den Teilnehmenden die Durchführung der Präventionswoche sowie der nachfolgenden Projekttage. Im Einzelnen werden folgende Themen behandelt:

  • Hintergrund, Entstehung und Ablauf des Programms
  • Basiswissen zu den Themen „Suchtprävention“ und „geistige Behinderung“
  • Struktur und Organisation der Präventionswoche vor Ort
  • Auswahl der Teilnehmer*innen
  • Methoden der praktischen Durchführung
  • Anwendung der Evaluationsinstrumente.

Zielgruppe

Lehrkräfte und Fachkräfte der Schulsozialarbeit an Förderschulen mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung, Fachkräfte aus ambulanten Einrichtungen der Suchthilfe insbesondere der Fachstellen für Suchtprävention.

Weitere Arbeitsbereiche