Hessische Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS)

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Hessische Landesstelle
für Suchtfragen e.V. (HLS)

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HaLT in Hessen

Seit Anfang dieses Jahrzehnts tritt das Phänomen des komatösen Rauschtrinkens unter Jugendlichen auch in Hessen vermehrt auf. Um dieser Entwicklung wirksam entgegenzutreten sind viele Kommunen/Landkreise aktiv geworden.

Komatöses Rauschtrinken - Entwicklungen in Hessen

Seit Anfang der zweitausender Jahre tritt das Phänomen des komatösen Rauschtrinkens unter Kindern und Jugendlichen auch in Hessen vermehrt auf: Die Zahl der Krankenhaus-Einweisungen der unter 18-Jährigen hat sich innerhalb weniger Jahre fast verdoppelt. Um dieser Entwicklung wirksam entgegenzutreten, sind viele Kommunen/Landkreise aktiv geworden.

Das Landesprojekt "HaLT in Hessen"

Das Land Hessen unterstützt die Bemühungen der kommunalen Gebietskörperschaften seit 2011 mit dem Angebot, allen 26 hessischen Landkreisen und kreisfreien Städten im Rahmen einer Anschubfinanzierung eine Teilnahme an dem Projekt „HaLT in Hessen“ zu ermöglichen. Zusätzlich sichern Mittel der teilnehmenden Landkreise und Kommunen sowie der gesetzlichen und privaten Krankenkassen die Durchführung des Projektes in Hessen (Presseinformation des Hessischen Sozialministeriums vom 1. März 2011).

Die Hessische Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS) wurde mit der Durchführung von „HaLT in Hessen“ beauftragt. Eine landesweite Projektkoordinierungsstelle in der HLS unterstützt die Aktivitäten vor Ort und sichert die Qualität des landesweiten Projektes. Fachliche Kooperationspartner vor Ort sind die Einrichtungen der hessischen Suchthilfe. 
Die Laufzeit des Projektes in dieser Form endet am 31.12.2017.

Standorte in Hessen

In Hessen beteiligen sich die Städte Frankfurt, Darmstadt, Kassel, Offenbach und Wiesbaden, sowie die Landkreise Offenbach, Hochtaunus, Limburg-Weilburg, Marburg-Biedenkopf, Rheingau-Taunus, Vogelsberg, Fulda, Werra-Meißner, Schwalm-Eder, Kassel, Lahn-Dill, Waldeck-Frankenberg und Main-Taunus an "HaLT in Hessen".

Einen Überblick über die Aktivitäten des Projektes von 2011 bis 2015 gibt der Projektbericht, der hier heruntergeladen werden kann

HaLT - Erfolgreicher kommunaler Präventionsansatz zur Frühintervention

"HaLT“ ist ein kommunaler Präventionsansatz zur Frühintervention. Wissenschaftliche Expertisen belegen seit vielen Jahren, dass Suchtprävention nur dann effektiv und nachhaltig ist, wenn strukturelle Maßnahmen mit individuellen Ansätzen gemeinsam durchgeführt werden. Das Konzept von „HaLT“ berücksichtigt diese wissenschaftliche Erkenntnis und basiert deshalb auf zwei Säulen:

  1. Der reaktive Baustein ist ein freiwilliges und zeitlich begrenztes Gesprächsangebot für Jugendliche bzw. deren Eltern, welches aus vier Elementen besteht und in Zusammenarbeit mit den Beratern und Beraterinnen aus den lokalen Suchtberatungsstellen durchgeführt wird.
  2. Der proaktive Baustein zielt auf den Aufbau von kommunal verankerten Präventionsnetzwerken ab, die im Vorfeld dem Phänomen des komatösen Rauschtrinkens entgegenwirken sollen. Zielgruppe ist die erwachsene Bevölkerung.

Die Aktivitäten der beiden Bausteine, die auf einem kommunalen Suchtpräventionskonzept basieren, werden in einer Steuerungsgruppe vor Ort zusammengeführt und abgestimmt.

Bundesweit wurde das Projekt "Hart am LimiT" (HaLT) mehrere Jahre als Modell erprobt. Der Ansatz von "HaLT" wurde von der Prognos AG, Basel evaluiert und als sehr wirkungsvoll bewertet. Aufgrund der positiven Wirkungen wird „HaLT“ bundesweit inzwischen an über 140 Standorten durchgeführt.

Materialien

Die enorme Ausweitung der "HaLT-Standorte" in den letzten Jahren hat auch dazu geführt, dass inzwischen bundesweit eine breite Palette unterschiedlicher Materialien zur Verwendung im "HaLT-Projekt" vorliegt. Diese Materialien können Anregungen für eigene Entwürfe geben oder auch - nach Zustimmung der Urheber - abgeändert für den eigenen Standort übernommen werden.

1. Broschüren

  • Jugend- und Elternfolder. Erstellt von der HLS 
    Diese Flyer sind einerseits zur Verteilung an Jugendliche gedacht, die nach einer Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus eingeliefert wurden, um diese über die Gesprächssituation und über das Projekt "HaLT" im Allgemeinen zu informieren und andererseits, auch um Eltern in der für diese schwierigen Situation für die Thematik „Alkoholprävention bei Kindern und Jugendlichen“ zu sensibilisieren.
  • Jugendschutzbroschüre für Festveranstalter. Herausgegeben von der HLS
    Diese umfangreiche Broschüre informiert insbesondere über die Jugendschutzgesetze und erläutert, wie eine Veranstaltung nach den gesetzlichen Richtlinien organisiert werden kann, empfiehlt aber auch effiziente Strategien, um einen sicheren Ablauf einer Veranstaltung zu gewährleisten.
  • Flyer „Tipps für Eltern“. Erstellt von der Villa Schöpflin
    Dieser Flyer stellt die Kontextfaktoren von Alkoholkonsum bei Kindern und Jugendlichen kurz und prägnant dar und gibt Tipps für Eltern im Umgang mit ihrem Kind, welches durch übermäßigen Alkoholkonsum in Erscheinung getreten ist.
  • Weitere Broschüren der HLS zum Thema komatöses Rauschtrinken bei Kinder und Jugendlichen:
    Die HLS hat für Eltern und Jugendliche Informationsmaterialien zum Thema "Komasaufen" aufgelegt. In einer Elternbroschüre werden Erwachsene für das Thema sensibilisiert und ermuntert, sich mit ihren Kindern über das Thema Alkohol zu unterhalten. Eine zweite Broschüre wendet sich direkt an die Jugendlichen und gibt unter anderem auch Hinweise für Notfallsituationen.

2. Planungshilfen und Tipps

Alle Planungshilfen orientieren sich an den gesetzlichen Grundlagen zum Jugendschutz. Sie wurden gemeinsam mit Praktiker/innen aus den jeweiligen Praxisfeldern erarbeitet und erprobt.

3. HaLT-Handbuch

3. überarbeitete Auflage 2009 (Original-Text der Seite www.halt-projekt.de)

Das Handbuch bietet einen fachlichen Überblick über die Projektinhalte, stellt die HaLT-Standards und deren Wirksamkeit dar und leistet eine wichtige Hilfestellung beim Aufbau der Netzwerke und der Durchführung pädagogischer Angebote. Sie finden im Handbuch:

Zum proaktiven Baustein:

  • Die Wirksamkeit von verhältnispräventiven Maßnahmen: erprobte Strategien und Maßnahmen

Zum reaktiven Baustein:

  • Das Profil der Zielgruppe der riskant konsumierenden Jugendlichen
  • Die Erschließung der Zielgruppe durch geeignete Zugangswege und -angebote
  • Zentrale Inhalte von motivierender Gesprächsführung und das Konzept der Risikokompetenz
  • Leitfaden zur Durchführung der Brückengespräche und ein Leitfaden zur Durchführung des Gruppenangebotes
  • Außerdem finden Sie im Handbuch die aktuelle Erhebung aus der wissenschaftlichen Begleitung. Diese enthält Ergebnisse aus der Befragung von mehr als 750 Kindern und Jugendlichen mit komatöser Alkoholvergiftung.

Das Handbuch enthält eine CD mit allen wichtigen Materialien und Medien zum Projekt. Das Handbuch wird Institutionen ausgehändigt, die an HaLT-Schulungen der HLS teilgenommen haben. Das Handbuch steht, wie auch weitere Matererialien zum Thema HaLT auf der HaLT-Bundesseite auch als Download zur Verfügung.

4. Film zu "HaLT"

Das Bezirksjugendwerk der AWO Ober- und Mittelfranken e.V. hat einen informativen Film über die Umsetzung von HaLT vor Ort erstellt. Eine Kurzfassung (8 Minuten) kann hier angeschaut werden.

Materialen zu dem Projekt

Weitere Materialien

01. Juli 2016 | 1,51 MB | 159

Projektbericht HaLT in Hessen 2011-2015

Hart am Limit (HaLT), Alkohol, Tätigkeitsberichte, Datenerhebungen / Studien | herunterladen

Der Bericht gibt einen Überblick über die Aktivitäten des Projektes "HaLT in Hessen" über...

HaLT Tipps für Eltern

22. Dezember 2015 | 0,38 MB | 161 | Preis: 0,00 €

Jugendliche und Alkohol - Tipps für...

Hart am Limit (HaLT), Alkohol, Infos für Eltern | | herunterladen

HaLT Tipps für Eltern

HLS-Flyer HaLT für Jugendliche

22. Dezember 2015 | 0,53 MB | 138 | Preis: 0,00 €

Zu viel Alkohol getrunken?...

Hart am Limit (HaLT), Alkohol, Infos für Jugendliche | | herunterladen

Dieser Flyer informiert über das Projekt HaLT und ist zur Verteilung an Jugendliche...