Hessische Landesstelle für Suchtfragen e.V. (HLS)

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„Children of alkoholics“ (COA)

In Hessen leben mehr als 220.000 Kinder in Familien mit einem suchtkranken Elternteil. Kinder suchtkranker Eltern werden durch ihre Lebenssituation in ihrer körperlichen und seelischen Entwicklung massiv beeinträchtigt und benachteiligt.

Projekt "Children of alkoholics"

Trainerausbildung zur Leitung von Fortbildungsveranstaltungen für Multiplikatoren im Bereich suchtbelasteter Systeme

Noch einen Schritt weiter als die Broschüre der HLS geht das Projekt "Children of alkoholics" (COA). Nicht selten kommt es vor, dass Bezugspersonen aus dem Umfeld dieser Kinder vermuten, dass das Kind unter einer Suchterkrankung der Eltern leidet.

Der Umgang mit Kindern und Eltern aus suchtbelasteten Familien stellt eine besondere Herausforderung dar. Eine hohe Sensibilität und Sicherheit in der Selbst- und Fremdwahrnehmung sind erforderlich, um im Interesse von Kindern und Eltern kompetent handeln zu können.

Hier zeigt die Erfahrung, dass gut funktionierende regionale Netzwerke ein frühzeitiges Handeln beschleunigen. Vor diesem Hintergrund entstand das Ziel, Netzwerke zur Früherkennung und Frühintervention für Kinder in suchtbelasteten Lebensgemeinschaften jeweils regional zu entwickeln. Früherkennung bedeutet, dass die Mitarbeiter/-innen in den unterschiedlichsten Institutionen zunächst einmal sensibilisiert werden müssen, mögliche Suchterkrankungen von Eltern und deren Auswirkungen auf die Kinder zu erkennen.

Ziel ist, die Situation von Kindern aus suchtbelasteten Familien zu verbessern. Inhaltliche Schwerpunkte der Netzwerke sind die Durchführung von Fallberatungen und Fortbildungsangeboten in den Regionen.

Die Trainerausbildung zur Leitung von Fortbildungsveranstaltungen für Multiplikatoren im Bereich suchtbelasteter Systeme befähigt die Multiplikatoren (Trainer-/innen) in ihren Regionen Fortbildungsangebote zum Thema „Kinder aus suchtbelasteten Familien“ durchzuführen. So wird zum einen die Erreichbarkeit der beruflichen Fachgruppen erweitert und zum anderen die Netzwerkbildung in den Regionen gefördert. In 2009 haben bereits 16 Fachkräfte an einer Fortbildung der HLS teilgenommen. Darüber hinaus wurden bereits mehrere Trainer-Tandems aus den Bereichen Suchtprävention und Familien-/ Jugend-/ Suchthilfe gebildet.

Eine Liste der entsprechend fortgebildeten Personen kann hier heruntergeladen werden.

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